Trendbericht 3

Vögeli-Mantovani Urs: Mehr fördern, weniger auslesen.

Zur Entwicklung der schulischen Beurteilung in der Schweiz

Fördern und Auslesen gehören zu den Hauptaufgaben der Beurteilung in der Schule – mit divergierender Zielsetzung. Die Entflechtung der Aufgaben der Beurteilung verlangte 1986 eine These aus dem SIPRI-Projekt der EDK. Selbst wenn diese These schon alt ist, hat sie nichts an Aktualität verloren: Formen und Verfahren der Beurteilung sind nach dem Zweck auszurichten, und verschiedene Zwecke können hier nicht mit den gleichen Mitteln, z.B. Noten, eingelöst werden.
Unterdessen sind die Beurteilungskonzepte, die das Fördern ins Zentrum stellen, soweit verfeinert und verbessert worden, dass sie auch in Reglementen Eingang gefunden haben und in die Praxis umgesetzt werden. Darzustellen, wo die Weiterentwicklung der Beurteilung heute steht und wie sie verlaufen ist, sind zwei Hauptanliegen dieses Berichts. Sichtbare Zeichen dieser Entwicklung sind Lernberichte, Beurteilungsgespräche und die Selbstbeurteilung, die vorerst in der Primarschule grosse Verbreitung gefunden haben.

Trendbericht 3, 1999, 284 Seiten, vergriffen