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SKBF-CSRE Bildungsbericht 2010 DE

skbf | csre Schweizerische Koordinationsstelle für Bildungsforschung 148 Institutionen Berufliche Grundbildung schulen 96 Anteil der Berufsmaturitäten aus verwandtem BM-Profil an allen Berufs- maturitäten pro Fachhochschulstudienrichtung, Eintritte 2007 Daten: BFS % % % % % % Gesundheit soziale Arbeit Wirtschaft und Dienstleistungen Technik und IT studieren rund 90% der Studierenden mit einer Berufsmaturität, die das jeweilige verwandte Profil ausweist. Anders sieht es für die Fach- hochschulbereiche aus, bei denen der Anteil an Studierenden, die überhaupt mit einer Berufsmaturität den Zugang zum Studium erlangt haben, sehr tief ist oder das entsprechende Berufsmaturitätsprofil (soziale Arbeit und Ge- sundheit) noch relativ jung ist. Attestausbildung (EBA) löst die Anlehre ab Die zweijährige Attestausbildung hat die frühere Anlehre abgelöst und soll im Gegensatz zur vorherigen Ausbildung vor allem Anschlussfähigkeit im Bildungswesen garantieren. Absolvierende einer Attestausbildung erhalten nicht nur ein Diplom, sondern können in eine verkürzte drei- oder vierjähri- ge Berufsausbildung (EFZ) übertreten und sich somit alle Chancen zur Fort- setzung ihrer Bildungslaufbahn wahren. Die Attestausbildung ist erst in ein paar Berufen eingeführt worden (23 Berufe; Stand Mai 2009); sie zeichnet sich durch eine regional/kantonal sehr ungleiche Verbreitung aus. Dennoch kann man von einem Bedürfnis nach dieser Form der Ausbildung ausgehen; schon im vierten Jahr (2008) nach der Einführung übertraf der Anteil an Auszubildenden an allen Berufslehren mit 3,5% den Höchststand, den die Anlehren zuvor je erreicht hatten, und 6,1% der 2008 neu abgeschlossenen Lehrverträge waren bereits Attestlehren (s.a. BFS 2009c). Grundsätzlich kann es aber kein Ziel darstellen, Jugendliche in eine Attestlehre zu bringen, wenn diese auch in der Lage wären, eine drei- oder vierjährige Berufslehre zu absolvieren. Hingegen kann es effizient sein, mit einer Attestlehre zu beginnen, wenn die Jugendlichen sonst gar keine Lehr- stelle finden würden oder die Risiken eines Lehrabbruchs bei einer EFZ- Ausbildung zu hoch wären. Insgesamt kann man die Effektivität und Effi- zienz der Attestausbildung wegen der kurzen Erfahrungszeit und der noch geringen Fallzahlen in den einzelnen Berufen nicht abschliessend beurteilen. Teilevaluationen (s. bspw. Bieri 2007, 2008) zeigen jedoch, dass geringere Lehrvertragsauflösungen als bei EFZ-Ausbildungen beobachtet werden und dass zwischen einem Fünftel und einem Viertel der Lernenden nach dem Attest sofort in eine verkürzte EFZ-Ausbildung übertraten. Interessant ist auch die Beobachtung, dass die Attestlernenden sich nicht unbedingt aus den gleichen Milieus oder sozialen Schichten zu rekrutieren scheinen wie die früheren Absolvierenden einer Anlehre. Hoffmann und Kammermann 97 Prozentuale Verteilung der Berufs- maturitäten auf die Fachhochschul- studiengänge, Eintritte 2007 Daten: BFS Übrige Studiengänge ohne Lehrerbildung Gesundheit Soziale Arbeit Design, Musik, Theater & andere Künste Wirtschaft & Dienstleistungen Architektur, Bau- und Planungswesen Technik, IT, Chemie & Life Sciences Technik, IT, Chemie und Life Sciences Architektur, Bau- und Planungswesen Wirtschaft und Dienstleistungen Design, Musik, Theater und andere Künste soziale Arbeit Gesundheit übrige Studiengänge ohne Lehrerbildung