National report from Switzerland contributing to the OECD’s review of «Equity in Education»
Der Bericht entstand im Rahmen des von der OECD im Jahr 2004 initiierten Projektes „Equity in Education“. Dieses Projekt bietet den Mitgliedstaaten die Möglichkeit, ihre Politik in Bezug auf die Chancengleichheit im Bildungsbereich anlässlich einer Diskussion und Evaluation auf internationaler Ebene zu reflektieren. Die Evaluation kann, wie bei solchen Examen üblich, durch Einreichen eines Grundlagenberichts oder einen zusätzlichen Besuch eines von der OECD zusammengestellten Expertenteams erfolgen.
Die Beteiligung der Schweiz beschränkte sich auf das Verfassen eines Grundlagenberichts durch die SKBF. Der Bericht umfasst vier Sektionen.
In der Sektion I wird der politische, wirtschaftliche und soziale Kontext beschrieben, um ein besseres Verständnis der folgenden Ausführungen zum Thema der Chancengleichheit zu ermöglichen. Ebenfalls zu dieser Sektion gehören ein Kapitel über die strukturellen Merkmale des schweizerischen Bildungssystems sowie eine Beschreibung aktueller Debatten zur Chancengleichheit in der Schweiz.
Sektion II ist einer Bestandsaufnahme von Forschungsergebnissen über alle Bildungsstufen hinweg gewidmet. Dabei wird Chancengleichheit mit Bezug auf drei verschiedene soziale Gruppen dokumentiert. Es handelt sich um die Gruppen der sozioökonomisch Benachteiligten, der Personen mit Migrationshintergrund und der Frauen oder Männer (beziehungsweise Mädchen oder Knaben).
Sektion III versucht zunächst, aus den aufgearbeiteten Forschungsergebnissen sogenannte Brennpunkte mangelnder Chancengleichheit und ihre Wirkungszusammenhänge herauszukristallisieren. Es geht dabei darum, die Ergebnisse nicht isoliert, sondern in einer Lebenslaufs-Perspektive zu betrachten. Anschliessend werden mögliche Ursachen und Erklärungsansätze für die diagnostizierten Problempunkte aufgezeigt.
In Sektion IV schliesslich wird dargelegt, welche politischen Massnahmen zur Förderung von Chancengleichheit in der Schweiz lanciert und durchgeführt worden sind. Dabei befasst sich ein erstes Kapitel mit der Bildungspolitik, ein weiteres mit anderen Politikbereichen, welche eng mit bildungspolitischen Prozessen verbunden sind.