Forschungsprojekt / Projet de recherche

ID: 205290
Projektnummer / No de projet 03:030
Beginn / Début2002
Ende / Fin2003

Titel, Thema / Titre, thématique

Lehrerlöhne und Lehrkräftenachwuchs

Titel, Thema übersetzt / Titre ou thématique, traduction

Salaires d'enseignants et relève pédagogique

Forschende Institution(en) / Institution(s) de recherche

Schweizerische Koordinationsstelle für Bildungsforschung (SKBF), Aarau 

Forschende (alphabetisch geordnet) / Chercheurs, chercheuses (par ordre alphabétique)

Stefan Denzler    
Stefan C. Wolter    

Zusammenfassung

In den vergangenen Jahren haben verschiedene Kantone wieder vermehrt Mühe damit bekundet, für alle in den Schulen freiwerdenden Stellen eine qualifizierte Fachperson zu finden. Eine vergleichsweise einfache Strategie zur Bekämpfung von Lehrkräftemangel scheint es zu sein, im Fall von Lehrpersonenknappheit die Gehälter der Lehrerinnen und Lehrer zu erhöhen. Die Gewerkschaften der Lehrkräfte werden zwar nie müde zu versichern, höhere Lehrerlöhne würden zur Verbesserung der Schulqualität beitragen; in welchem Ausmass sich nun aber die Lohnerwartungen auf die Entscheidung Jugendlicher auswirken, Lehrerin oder Lehrer zu werden, dazu existiert bisher insbesondere in der Schweiz nahezu kein auf Fakten gestütztes Wissen. Erkenntnisse in dieser Hinsicht wären für die Bildungspolitik allerdings wichtig; dies um so mehr, als einmal angehobene Lehrerlöhne sich ungeachtet aller Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt kaum je wieder auf den vorigen Stand zurückbilden werden. Im hier vorgestellten Projekt wurde das Ziel verfolgt, aufgrund statistischer Daten zu Aussagen über den Zusammenhang zwischen Löhnen und dem Entscheid zum Lehrberuf zu gelangen. Die Analysen basieren vor allem auf den Daten, die im Rahmen der seit 1977 alle zwei Jahre durchgeführten Befragungen der Neuabsolventen der schweizerischen Universitäten erhoben worden sind. Diese Daten wurden kombiniert mit Informationen über Dinge wie die konjunkturelle Entwicklung oder Veränderungen in den Bedingungen der Zulassung zu Lehrpersonenausbildungen.
Die Autoren kommen aufgrund ihres Datenmaterials zum Schluss, dass sich die Lohnelastizität für den Lehrberuf in der Schweiz auf rund 0,12 Prozent für die gymnasiale Sekundarstufe II und auf rund 0,18 Prozent für die anderen Kategorien von Lehrpersonen beläuft. Dies bedeutet mit anderen Worten, dass eine Steigerung der Löhne beispielsweise um 10 Prozentpunkte dazu führen würde, dass sich von der vor dem Entscheid für den ersten Beruf stehenden Kohorte 1,2 bzw. 1,8 Prozent der Personen mehr dafür entscheiden würden, sich dem Lehrberuf zuzuwenden. Dies sind Elastizitätswerte, die wesentlich tiefer liegen als jene, die für andere, vor allem angelsächsische Länder errechnet worden sind. Dieser Unterschied zwischen der Schweiz und anderen Ländern lässt sich wahrscheinlich auf die Tatsache zurückführen, dass Lehrerinnen und Lehrer hierzulande vergleichsweise hoch bezahlt sind und sich deshalb das Gefälle gegenüber den in anderen Berufen üblichen Löhnen zugunsten der Lehrerlöhne gestaltet, während anderswo zumeist das Gegenteil der Fall ist.

Description du projet

Ces dernières années, plusieurs cantons ont eu den la difficulté à pourvoir tous les postes d'enseignants. Une façon relativement simple de combattre ce problème semble être d'augmenter les salaires. Les syndicats du personnel enseignant ne se lassent jamais de souligner que des salaires plus élevés contribueraient à améliorer la qualité de l'enseignement; on ne sait pourtant pas très bien à quel point un jeune en âge de choisir sa future profession se laisse guider par des attentes relatives au salaire, ni quelle augmentation de celui-ci motiverait combien des personnes à entrer dans l'enseignement. De telles informations seraient pourtant importantes pour la politique de l'administration, et ceci d'autant plus que, dans la fonction publique, les salaires une fois augmentés seront difficilement ramenés à leur niveau précédent. La recherche présentée ici avait pour but d’obtenir des données statistiques concernant cette problématique. Les analyses sont basées surtout sur les données relevées tous les deux ans, depuis 1977, auprès des personnes fraîchement diplômées des universités suisses. Ces données ont été combinées avec d'autres, relatives à l'évolution conjoncturelle, aux changements intervenus en matière d'admission aux études préparant les futurs maîtres, etc.
Les auteurs parviennent à la conclusion que l'élasticité des salaires des enseignants en Suisse est d'environ 0,12% pour les enseignants du secondaire II gymnasial et de 0,18% pour les autres catégories d'enseignants. Cela veut dire qu'une augmentation des salaires d'enseignants de 10%, par exemple, inciterait 1,2% plus de jeunes à opter pour la profession d'enseignant au moment de décider du premier métier qu'ils exerceront. Ces facteurs d'élasticité sont nettement plus bas que ceux calculés pour d'autres pays (surtout anglo-saxons). Cette particularité suisse s'explique probablement par le fait qu'en Suisse les salaires des enseignant-e-s sont élevés et que les différences entre les salaires payés dans l'enseignement et ceux qui sont usuels dans d'autres secteurs sont en faveur des enseignants – à l'étranger, c'est le contraire qui est normalement le cas.

Schlüsselbegriffe

*Lehrer; *Lohn; *Anwerbung; Bildungsökonomie; Arbeitsmarkt; Lehrerbedarf; Berufswahl; Arbeitsbedingungen der Lehrer; Schweiz; statistische Analyse; (Sekundäranalyse); Fragebogen; Interview

Mots-clés

*enseignant; *salaire; *recrutement; économie de l'éducation; marché du travail; besoin d'enseignants; choix d'une profession; conditions de travail de l'enseignant; Suisse; analyse statistique; (analyse secondaire); questionnaire; entretien

Publikationen / Publications

Wolter, Stefan C.; Denzler, Stefan. Wage Elasticity of the Teacher Supply in Switzerland. Bonn: Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit, März 2003, 29 p. (IZA Discussion Papers; 733)
(Auf EDUDOC als PDF PDF erhältlich -> Fulltext.)

Wolter, Stefan C.; Denzler, Stefan; Weber, Bernhard A. Betrachtungen zum Arbeitsmarkt der Lehrer in der Schweiz. In: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, 72. Jg., Heft 2/2003, S. 305-319


Methodologie / Méthodes de recherche

Sekundäranalyse von Daten aus den Befragungen 1981-99 der Neuabsolventen der universitären Hochschulen und weiterer Daten des Bundesamts für Statistik; schriftliche und teils mündliche Befragungen der Universitäten zu Randbedingungen der Ausbildung

Geographische Angaben / Délimitation géographique

ganze Schweiz

Projekttyp / Type de recherche

Eigenprojekt der beiden Forscher

Auftraggeber / Mandant de la recherche

kein Auftraggeber

Finanzierung / Financement

Eigenfinanzierung durch die Forschenden und die durchführende Institution

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