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SKBF-CSRE Bildungsbericht 2010 DE

skbf | csre Schweizerische Koordinationsstelle für Bildungsforschung 58 Überblick Obligatorische Schule im Bereich ICT und Medien darauf ausgerichtet, die Integration der ICT in den Unterricht aller Schulstufen voranzutreiben und so bei allen Schülerin- nen und Schülern der Volksschulstufe Grundfertigkeiten im Umgang mit ICT (ICT-Literacy) zu fördern (EDK 2007c). Die Schweizerische Fachstelle für Informations- und Kommunikations- technologien im Unterricht (SFIB), welche die Bestrebungen zur Integration der ICT in Unterricht und Schule unterstützt, wurde 1998 von Bund (BBT) und Kantonen (EDK) eingerichtet. Ebenfalls zusammen mit dem Bund (BBT und SBF) führt und betreibt die EDK seit 2001 den schweizerischen Bildungsserver. Entwicklungen auf regionaler Ebene Auf sprachregionaler Ebene steht die Einführung bzw. Erarbeitung gemein- samer und mit den Vorgaben des HarmoS-Konkordates kompatibler Lehr- pläne im Vordergrund («Lehrplan 21»; «Plan d’études romand», PER). Die deutsch- und zweisprachigen Kantone haben auf Initiative der EDK- Ost das «Projekt 4bis8» lanciert, um Schulversuche mit Grund- und Basis- stufen (Verbindung von zwei Kindergartenjahren mit dem ersten oder den ersten beiden Primarschuljahren) durchzuführen und zu evaluieren. Zie- le einer neuen Schuleingangsstufe, in der Kinder während 2 bis 4 Jahren (Grundstufe) oder 3 bis 5 Jahren (Basisstufe) in altersgemischten Gruppen lernen, sind die flexible Gestaltung des Schuleintritts, ein fliessender Über- gang zum systematischen schulischen Lernen und die Vermeidung von frü- her Selektion durch integrative Förderung. Seit 2008 liegen Zwischenergeb- nisse vor und im Laufe des Jahres 2010 wird der Schlussbericht erwartet. Durch die Vorgaben des Konkordates zur Strukturharmonisierung ent- steht in einigen Kantonen Handlungsbedarf ( Grafik 21). Viele Kantone nut- zen die Gelegenheit, um eine engere Kooperation einzugehen. Neben den französischsprachigen Kantonen, die eine Vereinbarung zur Umsetzung von HarmoS getroffen haben («Convention scolaire romande»), fanden die vier Kantone Aargau, beide Basel und Solothurn zum «Bildungsraum Nordwest- schweiz» zusammen, um gemeinsam ihre Bildungssysteme weiterzuent- wickeln. Schliesslich haben die sogenannten «Passepartout-Kantone» (Bern, beide Basel, Solothurn, Deutschfreiburg und Oberwallis) eine Übereinkunft bezüglich Koordination des Fremdsprachenunterrichts und der dafür nöti- gen Lektionenzahlen getroffen. Systemsteuerung und Qualitätsentwicklung Neben der nationalen Regelung von Eckwerten über Konkordate und der Koordination grosser Schulentwicklungsprojekte auf sprachregionaler oder kantonsübergreifender Ebene ist die wichtigste Ebene der Systemsteuerung jene der Kantone. Viele Kantone erarbeiten neue Modelle der Steuerung und Qualitätsentwicklung der einzelnen Schule oder des gesamten Systems. Im Zentrum stehen die Neudefinition von Zuständigkeiten und Handlungs- spielräumen der Schulen und Gemeinden sowie die Neuregelung der Schul- aufsicht.