Die Digitalisierung an Schweizer Schulen hat sich auf hohem Niveau stabilisiert, während die Nutzung von KI seit 2024 stark zugenommen hat. Dies zeigen die Ergebnisse der fünften Erhebung des «Monitorings der Digitalisierung der Bildung aus Sicht der Schülerinnen und Schüler», die im Staff Paper 28 präsentiert werden. Die repräsentative Befragung erfasst seit 2020 systematisch die Verfügbarkeit und Nutzung digitaler Anwendungen bei Schülerinnen und Schülern der obligatorischen Schule und der Sekundarstufe II in der Schweiz. Damit bietet das Monitoring die einzige repräsentative Datengrundlage, die 8- bis 18-Jährige umfasst und die Entwicklung der Digitalisierung an Schweizer Schulen über sechs Jahre hinweg aufzeigt.
Die Ergebnisse zeigen: Der durch die Pandemie ausgelöste Digitalisierungsschub ist abgeschlossen. Die Unterschiede zwischen den Sprachregionen bleiben gross. Auf der Primarstufe ist die schulische und private Nutzung allerdings rückläufig – einschliesslich der Nutzung sozialer Medien.
Zum zweiten Mal wurde auch die Nutzung von KI-Anwendungen wie ChatGPT erfasst. Damit ist erstmals ein Vergleich zwischen 2024 und 2026 möglich. Die Nutzung von KI in der Schule und zuhause für schulische Zwecke hat stark zugenommen; häufig wird sie auch im Unterricht ohne Anleitung durch die Lehrpersonen eingesetzt.
Das Monitoring wird von der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren (EDK) und dem Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) im Rahmen des Schweizer Bildungsmonitorings finanziert.
Chantal Oggenfuss und Stefan C. Wolter
SKBF Staff Paper 28, Aarau, 2026, 27 Seiten
Monitoring der Digitalisierung der Bildung aus Sicht der Schülerinnen und Schüler: Ergebnisse der fünf Erhebungen 2020–2026
